April 2026
Die Basler Klimapolitik - wer bremst, wer beschleunigt [6/7]
Die Suche nach Leadership auf dem Weg zu 2037
Die Klimaneutralität, die Basel bis 2037 erreichen soll, ist kein Spaziergang, es wird grundlegende Veränderungen brauchen; in unserem Konsumverhalten, in der Gestaltung des öffentlichen Raums, in der Mobilität, in unseren Wertschöpfungsketten. Umso wichtiger ist, dass die Ziele klar kommuniziert werden, dass die Bevölkerung mitgenommen wird, dass die Bremser:innen überzeugt werden. Da könnte noch mehr gemacht werden, meint Regierungsrat Kaspar Sutter in unserer Live-Podcast-Aufnahme, man sei aber gut unterwegs, und Michaela Reimann, Co-Geschäaftsleiterin von Basel 2037 betont, die Wirtschaft sei auf Kurs, während Axel Schubert, Mitinitiant der Klimagerechtigkeitsinitiative sich mehr Mut wünscht, mehr Motivation und ja - mehr Leadership. Eine angeregte Diskussion über geteilte Verantwortung und klare Haltungen.
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Die Hintergrundinformationen zur Episode
In der Stadt Basel gibt es, wie in anderen Städten auch, unzählige Vereine, Initiativen, Projekte, die sich diesem einen Ziel verpflichtet haben: den Weg der Stadt in Richtung Klimaneutralität bis 2037 zu unterstützen. Quartiersvereine, engagierte Grupperiungen für mehr Grün im öffentlichen Raum, die Velollobby, Klimaaktivist:innen, sie alle investieren viel Zeit, viel Energie in die Arbeit, die sie an der Öffentlichkeit erbringen. Und doch haben sie oft das Gefühl, sie würden von der Regierung und von der Verwaltung nicht wirklich wahrgenommen, sie fühlen sich nicht unterstützt, und manche haben den Eindruck, es bewege sich gar nichts in Sachen Klimapolitik in Basel. Doch diese Wahrnehmung täuscht möglicherweise - das sagt zumindest Regierungsrat Kaspar Sutter, Vorsteher des Wirtschafts- Sozial und Umweltdepartements, der betont, man habe schon viel erreicht, und Michaela Reimann, Co-Geschäftsleiterin des Vereins Basel 2037, der vor allem KMUs auf dem Weg zur Klimaneutralität begleitet und berät, brachte in der Diskussion viele Beispiele, die zeigen, dass sich einiges bewegt. Aber, wie Axel Schubert, Stadtplaner und Mitinitiant der Klimagerechtigkeitsinitiative betont, es fehlt an einem grundsätzlichen, offenen und auch mutigen Bekenntnis vor allem der Regierung zu den Transformationen, die auf dem Weg zu 2037 notwendig sein werden. Und die Diskussion zeigt, dass Klimagerechtigkeit noch immer als ein Verzicht wahrgenommen wird, während das Gegenteil der Fall ist (oder sein sollte).