Mai 2026
Die Zukunft leben und Utopien umsetzen [7/7]
Die einen stellen Blumentöpfe aufs Trottoir, andere engagieren sich in einem Gemeinschaftsgarten, nochmals andere lassen sich einen Baum in den Vorgarten pflanzen oder sie beschliessen, auf kleinem Raum gemeinschaftlich zu wohnen. Das sind alles Aktionen und Initiativen, die sich nur schwer messen lassen mit Blick auf ihre direkte Klimawirkung, aber sie sind dennoch wichtig: weil sie zeigen, wie eine Stadt, wie ein Zusammenleben in Zukunft möglich wäre. Wir begleiten in dieser Episode eine Baumpflanzerin, besuchen eine Bewohnerin der Wohngenossenschaft LeNa und wir fragen eine Expertin, was das Potential von Tactical Urbanism sein könnte.
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Die Hintergrundinformationen zur Episode
Tactical Urbanism ist eine Strategie, um im urbanen Raum Veränderungen rasch und unkompliziert, manchmal auch ohne Rücksicht auf Gesetze und Reglemente, durchzusetzen. Tactical Urbanism kann von Grassrootsbewegungen verwendet werden, etwa wenn sie spontan und auf eigene Faust einen Fussgängerstreifen auf die Strasse malen oder Asphalt entsiegeln. Die Strategie kann aber auch vom Staat kommen, etwa wenn provisorische Superblocks initiiert werden, und ja, sogar private Firmen können gezielt mit Tactical Urbanism Akzente setzen. Das Konzept wird öfters angewendet, als wir meinen - und es hat Vorteile, sagt die Urbanistin Sandra Giuinand in unserem Gespräch, etwa, dass Menschen die Veränderungen rasch und unmittelbar erleben können.
Wir haben für diese Episode zwei Projekte in Basel besucht: MeinBaumDeinBaum und die Bau- und Wohngenossenschaft Lebenswerte Nachbarschaft (LeNa), die uns als urbane Interventionen positiv aufgefallen sind und die in die Zukunft weisen – beide nahbar und selbstermächtigend.