März 2026
Klimagerechtigkeit beginnt in der Quartierstrasse [Basel 5/7]
Wenn eine Stadt wie Basel bis 2037 klimaneutral werden will, braucht es hunderte Massnahmen. Unter anderem muss auch der öffentliche Raum neu gestaltet werden - mehr grün, weniger Autos, mehr Begegnungsmöglichkeiten, mehr Nachbarschaft. Doch im öffentlichen Raum prallen oft ganz unterschiedliche Vorstellungen aufeinander, und auch unterschiedliche Bedürfnisse. Aufwertung und Begrünung, da sind sich die Expertinnen in dieser Episode einig, darf nicht zu höheren Mieten und Kosten führen, und die Begrünung sollte vor allem den Quartieren zugute kommen, die unter der Klimaerhitzung am meisten leiden. Aber wie lassen sich die unterschiedlichen Interessen zusammenbringen - das ist die entscheidende Frage.
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Die Hintergrundinformationen zur Episode
In den Quartierstrassen in Basel sieht es fast überall so aus, wie sonst wo in Schweizer Städten: geparkte Autos, wenig Grün, und viel Platz für den motorisierten Individualverkehr. Eine klimafreundliche Stadt aber braucht mehr Grün, mehr Begegnung, mehr Freiflächen und mehr Entsiegelung, also weniger Autos und weniger motorisierten Verkehr. Aber in den Quartieren haben nicht alle dieselben Vorstellungen von der Nutzung des öffentlichen Raums; und es gibt in Basel – wie in den meisten Städten Europas – keinen Plan, wie Klimamassnahmen den verletzlichsten Menschen in besonders unterprivilegierten Quartieren am ehesten zugutekommen. Damit das möglich wird, braucht es Zeit und viel Dialog, sagt Theres Wernli, Leiterin des Stadtteilsekretariats Kleinbasel, und es braucht Bewusstsein für die Bedürfnisse der Menschen, betont Hannah Berner, Referentin für Stadtentwicklung und Bauen im Bundestag für Die Linke. Denn es ist eine Realität, so Aline Masé, Leiterin Bereich Grundlagen und Politik bei Caritas Schweiz, dass armutsgefährdete und armutsbetroffene Menschen auch von der Klimakrise am stärksten betroffen sind. Komplexe Fragestellungen, denen wir in dieser Episode nachgehen, mit dem Mikrofon unterwegs im Kleinbasel.