Februar 2026
Was tun mit der Wirtschaft und ihren Emissionen [Basel 4/7]
Der Kanton Basel-Stadt ist ein bedeutender Wirtschaftsstandort mit vielen kleinen und mittleren Betrieben, vor allem aber auch mit globalen Playern in Bereich der Pharma. Die Pharma trägt denn auch am meisten zu den Treibhausgasemissionen bei – nicht in Basel, sondern entlang der langen und komplizierten Lieferketten, die zu einem grossen Teil im Ausland sich abspielen. Hier anzusetzen und die Emissionen zu senken ist zwar nicht unmöglich, erfordert aber ein rigoroses Durchgreifen von Seiten der Konzerne.
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Die Hintergrundinformationen zur Episode
Auch die Wirtschaft muss in Basel-Stadt bis 2037 auf netto null Treibhausgasemissionen kommen. Das ist ein ehrgeiziges Ziel, und es stellen sich auch hier, wie an anderen Orten, Fragen nach der Art, wie Emissionen berechnet werden. Für lokale Betriebe, die in der Stadt oder in der Region operieren, ist die Rechnung relativ einfach. Komplizierter wird es bei den Pharmakonzernen, die über hunderte von Lieferketten zu einem Endprodukt kommen. Hier fallen, wie der Klimaexperte Matt Bond erklärt, über 99 Prozent aller Emissionen an, für die Gewinnung der Rohstoffe, den Transport, die Verarbeitung und so weiter. Hier eine klimagerechte Transformation umzusetzen ist nicht einfach, und doch – sie ist möglich. Der Verein basel circular, eine public-private-Partnership zwischen dem Kanton und einer Stiftung, hat sich genau das zum Ziel gesetzt: auch bei internationalen Konzernen energiesparende, klimagerechte Kreisläufe zu etablieren. Carol Tornay, Geschäftsführerin von basel circular erklärt, wie das geht.